Techniker Dauer – Wie lange dauert die Weiterbildung wirklich?
Die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker gehört zu den umfangreichsten beruflichen Aufstiegsfortbildungen im technischen Bereich. Sie baut auf einer abgeschlossenen Berufsausbildung und praktischer Berufserfahrung auf und vermittelt vertiefte Fachkenntnisse sowie organisatorische und betriebswirtschaftliche Kompetenzen.
Je nach Bildungsform dauert die Weiterbildung zwischen etwa 2 und 4 Jahren. Entscheidend ist dabei vor allem, ob Du den Techniker in Vollzeit, berufsbegleitend oder als Fernstudium absolvierst.
Die klassische Variante ist die Vollzeit-Weiterbildung an einer Fachschule für Technik, die in der Regel rund zwei Jahre dauert. Viele Berufstätige entscheiden sich jedoch für eine Teilzeit- oder Fernweiterbildung, damit sie weiterhin arbeiten können. In diesen Fällen verlängert sich die Ausbildungsdauer entsprechend.
Welche Variante für Dich sinnvoll ist, hängt unter anderem von Deiner beruflichen Situation, Deinen finanziellen Möglichkeiten und Deinem persönlichen Zeitbudget ab.
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Wenn Du einen umfassenden Überblick über Aufbau, Voraussetzungen und Inhalte der Weiterbildung erhalten möchtest, findest Du alle wichtigen Informationen im Hauptartikel zum staatlich geprüften Techniker – Überblick zur Weiterbildung.
Auch die Zugangsvoraussetzungen für die Techniker-Weiterbildung solltest Du vorab kennen. Diese erklären wir ausführlich im Artikel
Techniker Voraussetzungen.
Techniker Dauer im Überblick
Die Dauer der Techniker-Weiterbildung kann je nach Ausbildungsform deutlich variieren. Grundsätzlich gibt es drei typische Modelle: Vollzeit, Teilzeit (berufsbegleitend) und Fernstudium.
Die folgende Übersicht zeigt die üblichen Zeiträume:
| Ausbildungsform | Typische Dauer |
|---|---|
| Vollzeit | ca. 2 Jahre |
| Teilzeit / berufsbegleitend | ca. 3 – 4 Jahre |
| Fernstudium | ca. 3 – 4 Jahre |
In der Vollzeitvariante findet der Unterricht meist an fünf Tagen pro Woche an einer Fachschule für Technik statt. Teilnehmer konzentrieren sich in dieser Zeit vollständig auf ihre Weiterbildung.
Bei der berufsbegleitenden Weiterbildung erfolgt der Unterricht häufig abends oder am Wochenende. Dadurch lässt sich die Weiterbildung gut mit einer bestehenden Berufstätigkeit kombinieren.
Im Fernstudium lernen Teilnehmer größtenteils selbstständig mit Studienmaterialien und Online-Unterricht. Diese Variante bietet die größte Flexibilität, erfordert jedoch auch ein hohes Maß an Selbstorganisation.
Neben der Dauer spielen bei der Entscheidung für eine Ausbildungsform auch weitere Faktoren eine Rolle, zum Beispiel Kosten, Fördermöglichkeiten und Einkommensausfall während der Weiterbildung. Mehr dazu erfährst Du im Artikel
Techniker Kosten und Finanzierung.
Techniker Dauer in Vollzeit
Die schnellste Möglichkeit, den staatlich geprüften Techniker zu erwerben, ist die Vollzeit-Weiterbildung an einer Fachschule für Technik. In diesem Modell dauert die Ausbildung in der Regel etwa zwei Jahre.
Der Unterricht findet dabei ähnlich wie in einer schulischen Ausbildung statt. Teilnehmer besuchen die Fachschule meist montags bis freitags und absolvieren mehrere Unterrichtseinheiten pro Tag.
Während dieser Zeit werden verschiedene Themenbereiche vermittelt, zum Beispiel:
- vertiefte technische Fachkenntnisse
- Konstruktion und technische Planung
- Projektmanagement
- Qualitätssicherung
- Betriebswirtschaftliche Grundlagen
Am Ende der Weiterbildung steht in der Regel eine staatliche Abschlussprüfung, häufig ergänzt durch eine Projektarbeit oder Technikerarbeit.
Der große Vorteil der Vollzeit-Weiterbildung ist die vergleichsweise kurze Ausbildungsdauer. Allerdings verzichten viele Teilnehmer in dieser Zeit ganz oder teilweise auf ihr Einkommen. Deshalb entscheiden sich viele Berufstätige stattdessen für eine berufsbegleitende Weiterbildung, bei der sie weiterhin arbeiten können.
Ein wichtiger Punkt bei der Planung ist außerdem das spätere Gehalt und die Karriereperspektive nach dem Abschluss. Welche Verdienstmöglichkeiten Techniker haben, erfährst Du im Artikel
Techniker Gehalt und Karrierechancen.
Techniker Dauer berufsbegleitend (Teilzeit)
Viele Fachkräfte absolvieren die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker berufsbegleitend in Teilzeit. Diese Variante ermöglicht es, weiterhin im Beruf zu bleiben und gleichzeitig eine höhere Qualifikation zu erwerben.
Da der Unterricht in diesem Modell meist abends oder am Wochenende stattfindet, verlängert sich die Dauer der Weiterbildung. In den meisten Fällen beträgt sie zwischen drei und vier Jahren.
Typische Unterrichtsmodelle sind zum Beispiel:
- Abendunterricht an mehreren Tagen pro Woche
- Wochenendunterricht an Samstagen oder an einzelnen Blockterminen
- Kombination aus Präsenzunterricht und Selbststudium
Der Vorteil der Teilzeit-Weiterbildung liegt vor allem darin, dass Du weiterhin Dein Einkommen behalten kannst und gleichzeitig Berufserfahrung sammelst. Außerdem lassen sich viele Inhalte direkt im Arbeitsalltag anwenden.
Allerdings erfordert diese Variante auch ein hohes Maß an Disziplin und Zeitmanagement, da Du über mehrere Jahre hinweg Arbeit, Weiterbildung und Privatleben miteinander koordinieren musst.
Einen ganzen Artikel, speziell zum Techniker nebenbei findest du hier:
Techniker berufsbegleitend – Weiterbildung neben dem Beruf
Techniker Dauer im Fernstudium
Eine weitere Möglichkeit, den staatlich geprüften Techniker zu erwerben, ist ein Fernstudium bei einer Fernschule oder einem privaten Bildungsträger. Diese Variante richtet sich vor allem an Berufstätige, die maximale Flexibilität benötigen und ihre Weiterbildung individuell in ihren Alltag integrieren möchten.
Die Dauer eines Techniker-Fernstudiums beträgt in den meisten Fällen etwa 3 bis 4 Jahre. Viele Anbieter geben eine Regelstudienzeit von rund 42 Monaten an. Je nach Anbieter und persönlichem Lerntempo kann sich diese Dauer jedoch etwas verkürzen oder verlängern.
Der Unterricht erfolgt beim Fernstudium größtenteils über Selbststudium mit Studienheften, Online-Lernplattformen und digitalen Seminaren. Zusätzlich finden häufig Präsenzphasen oder Prüfungsseminare statt, in denen praktische Inhalte vertieft werden.
Ein großer Vorteil des Fernstudiums ist die hohe zeitliche Flexibilität. Du kannst Deine Lernzeiten meist selbst bestimmen und das Studium an Deine berufliche und private Situation anpassen.
Allerdings erfordert diese Lernform auch ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Eigenorganisation, da ein Großteil des Lernstoffs eigenständig erarbeitet werden muss.
Hier unverbindliche Einblicke eines Fernschulen Anbieters bekommen:
Wie viele Stunden pro Woche solltest Du einplanen?
Wie viel Zeit Du pro Woche für die Techniker-Weiterbildung einplanen solltest, hängt stark von der gewählten Ausbildungsform ab. Vollzeit-, Teilzeit- und Fernstudienmodelle unterscheiden sich deutlich im zeitlichen Aufwand.
Bei einer Vollzeit-Weiterbildung entspricht der Zeitaufwand in etwa einer normalen Schul- oder Arbeitswoche. Der Unterricht findet meist an fünf Tagen pro Woche statt und umfasst häufig 30 bis 35 Unterrichtsstunden. Zusätzlich kommen Zeit für Hausaufgaben, Projektarbeiten und Prüfungsvorbereitung hinzu.
Bei der berufsbegleitenden Weiterbildung in Teilzeit verteilt sich der Unterricht meist auf mehrere Abende pro Woche oder auf Wochenendtermine. Viele Teilnehmer investieren insgesamt etwa 10 bis 15 Stunden pro Woche für Unterricht und Selbststudium.
Im Fernstudium liegt der wöchentliche Lernaufwand häufig ebenfalls in diesem Bereich. Viele Fernschulen empfehlen etwa 12 bis 15 Stunden Lernzeit pro Woche, um die Weiterbildung innerhalb der Regelstudienzeit abzuschließen.
Wie viel Zeit Du tatsächlich investieren musst, hängt jedoch auch von verschiedenen Faktoren ab:
- Deiner Vorerfahrung im jeweiligen Fachbereich
- Deinem persönlichen Lerntempo
- der gewählten Fachrichtung
- dem Umfang der Prüfungs- und Projektarbeiten
Warum dauert die Techniker-Weiterbildung mehrere Jahre?
Viele Interessierte wundern sich zunächst, warum die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker mehrere Jahre dauert. Der Grund liegt vor allem im umfangreichen Lehrplan und der hohen Qualifikation des Abschlusses.
Der Techniker ist eine staatlich anerkannte Aufstiegsfortbildung und befindet sich im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) auf Niveau 6. Damit liegt der Abschluss auf derselben Qualifikationsstufe wie ein Bachelorabschluss.
Während der Weiterbildung werden daher nicht nur technische Fachkenntnisse vertieft, sondern auch zusätzliche Kompetenzen vermittelt, zum Beispiel:
- technische Planung und Konstruktion
- Projektmanagement
- Produktions- und Prozessoptimierung
- Qualitätsmanagement
- betriebswirtschaftliche Grundlagen
- Mitarbeiterführung und Organisation
Ziel der Weiterbildung ist es, Fachkräfte auf anspruchsvollere technische Aufgaben sowie auf mittlere Führungspositionen vorzubereiten.
Außerdem findet ein großer Teil der Weiterbildung neben dem Beruf statt. Dadurch verlängert sich die Ausbildungsdauer, da die Lerninhalte über mehrere Jahre verteilt werden müssen.
Trotz der relativ langen Dauer lohnt sich der Aufwand für viele Fachkräfte. Der Abschluss eröffnet häufig bessere Karrierechancen und höhere Gehaltsmöglichkeiten. Mehr dazu erfährst Du im Artikel:
Lohnt sich der Techniker finanziell? – Praxisvergleich & realistische Rechnung
Kann man die Techniker Weiterbildung verkürzen?
Grundsätzlich ist die Dauer der Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker relativ festgelegt. In den meisten Fällen beträgt sie etwa zwei Jahre in Vollzeit oder drei bis vier Jahre in Teilzeit oder im Fernstudium. Dennoch gibt es einige Möglichkeiten, die Ausbildungszeit in bestimmten Situationen zu verkürzen.
Eine Verkürzung kann zum Beispiel möglich sein, wenn Du bereits umfangreiche berufliche Erfahrung im entsprechenden Fachbereich gesammelt hast oder zusätzliche Qualifikationen vorweisen kannst. Einige Fachschulen prüfen in solchen Fällen individuell, ob bestimmte Inhalte anerkannt werden können.
Auch das persönliche Lerntempo kann eine Rolle spielen – insbesondere im Fernstudium. Manche Fernschulen erlauben es, die Weiterbildung schneller abzuschließen, wenn Teilnehmer mehrere Lernmodule parallel bearbeiten und Prüfungen früher absolvieren.
In der Praxis sind größere Verkürzungen jedoch eher selten, da der Lehrplan umfangreich ist und viele Inhalte verbindlich vermittelt werden müssen. Ziel der Weiterbildung ist schließlich eine fundierte Qualifikation, die auf technische Fachkompetenz, Projektplanung und organisatorische Aufgaben vorbereitet.
Unterschiede der Techniker Dauer je nach Fachrichtung
Neben der Ausbildungsform kann auch die gewählte Techniker-Fachrichtung einen gewissen Einfluss auf die Dauer der Weiterbildung haben. Grundsätzlich bleibt die Ausbildungszeit zwar ähnlich, dennoch können sich einzelne Lehrpläne und Unterrichtsumfänge unterscheiden.
Zu den häufigsten Fachrichtungen gehören zum Beispiel:
- Techniker Maschinenbau
- Techniker Elektrotechnik
- Techniker Mechatronik
- Techniker Bautechnik
- Techniker Informatik
- Techniker Fahrzeugtechnik
Die meisten Fachrichtungen folgen einem ähnlichen Grundaufbau mit technischen Grundlagen, fachrichtungsspezifischen Modulen sowie betriebswirtschaftlichen Inhalten. Deshalb liegt die Ausbildungsdauer in den meisten Fällen weiterhin bei etwa zwei Jahren Vollzeit oder drei bis vier Jahren Teilzeit.
Unterschiede können jedoch entstehen, wenn bestimmte Fachrichtungen zusätzliche praktische Projekte, Laborphasen oder umfangreichere Abschlussarbeiten enthalten.
Hier findest du auch direkt Artikel zu einzelnen Fachrichtungen:
Techniker Fachrichtungen – Welche Spezialisierungen gibt es?
Unterschiedliche Dauer je nach Bundesland
Da das Bildungssystem in Deutschland föderal organisiert ist, können sich auch bei der Techniker-Weiterbildung kleinere Unterschiede zwischen den Bundesländern ergeben. Die grundlegende Struktur der Weiterbildung ist jedoch bundesweit vergleichbar.
Die meisten Fachschulen orientieren sich an ähnlichen Ausbildungsmodellen, sodass die typische Dauer weiterhin bei etwa:
- 2 Jahren Vollzeit
- 3 bis 4 Jahren Teilzeit oder Fernstudium
liegt.
Unterschiede können sich jedoch in einigen Details ergeben, zum Beispiel bei:
- der Anzahl der Unterrichtsstunden
- der Struktur der Abschlussprüfung
- der Gestaltung der Projekt- oder Technikerarbeit
- den Aufnahmebedingungen der Fachschule
Trotz dieser Unterschiede ist der Abschluss staatlich geprüft und bundesweit anerkannt. Absolventen können daher auch außerhalb ihres Bundeslandes arbeiten oder sich weiterqualifizieren.
FAQs
Wie lange dauert die Weiterbildung zum Techniker?
Die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker dauert in Vollzeit meist zwei Jahre. Wenn sie berufsbegleitend absolviert wird, verlängert sich die Dauer häufig auf drei bis vier Jahre, da der Unterricht abends oder am Wochenende stattfindet.
Wie lange dauert der Techniker berufsbegleitend?
Bei einer berufsbegleitenden Weiterbildung zum Techniker beträgt die Dauer in der Regel 3 bis 4 Jahre. Die genaue Länge hängt von der Schule und der Unterrichtsorganisation ab. Häufig finden die Kurse abends, am Wochenende oder in Blockform statt.
Kann man den Techniker schneller machen?
In einigen Fällen ist eine verkürzte Weiterbildung zum Techniker möglich. Wenn bereits relevante Qualifikationen oder viel Berufserfahrung vorhanden sind, können einzelne Inhalte angerechnet werden. Ob eine Verkürzung möglich ist, entscheidet jedoch immer die jeweilige Technikerschule oder Fachschule.
Wie viele Unterrichtsstunden hat die Techniker Weiterbildung?
Die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker umfasst je nach Bundesland und Fachrichtung meist 2400 bis 3000 Unterrichtsstunden. Diese verteilen sich auf technische Fächer, betriebswirtschaftliche Inhalte sowie Projektarbeiten.
Gibt es den Techniker auch als Fernstudium?
Ja. Einige Bildungsträger bieten die Weiterbildung zum Techniker auch als Fernstudium oder Fernlehrgang an. Diese Variante richtet sich vor allem an Berufstätige, die flexibel lernen möchten. Prüfungen und praktische Inhalte werden jedoch häufig in Präsenzphasen durchgeführt.
Fazit
Die Dauer der Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker hängt vor allem von der gewählten Ausbildungsform ab. Wer sich vollständig auf die Weiterbildung konzentrieren kann, erreicht den Abschluss meist in etwa zwei Jahren Vollzeit.
Viele Berufstätige entscheiden sich jedoch für eine berufsbegleitende Weiterbildung oder ein Fernstudium, um weiterhin arbeiten zu können. In diesen Fällen dauert die Weiterbildung meist zwischen drei und vier Jahren.
Trotz des vergleichsweise langen Zeitraums lohnt sich der Aufwand für viele Fachkräfte. Der Technikerabschluss eröffnet häufig neue Karrierechancen, mehr Verantwortung im Unternehmen und bessere Gehaltsmöglichkeiten.
Wenn du nochmal den Vergleich lesen möchtest zu anderen Weiterbildungen, dann lies hier:
Techniker oder Meister – welcher Weg passt besser zu Dir?
Und hier kannst du dir auch den aktuellen Fernschulen Anbieter Vergleich durchlesen:
